heilpflanzenwissen


Heilpflanzen zur Entspannung


Lavendel - hat einen wohlriechenden Duft, unterstützend bei Unruhe.

Melisse - wirkt entspannend und hilft das Erleben des Tages zu lösen.

Hopfenzapfen und Baldrian - unterstützen den Schlaf.

Rosenblüten - süßlich, wohltuender Duft, entspannend, auch gut als Beigabe geeignet

Kamille - entspannend und schmerzlindernd, gut bei Zahn- oder Kopfschmerzen sowie

Schlafproblemen.

Zirbe (Zirbelkiefer) - hat eine beruhigende Wirkung und fördert die Erholung im Schlaf.

Nachweislich senkt die Zirbe die Herzfrequenz und ist sehr gesundheitsfördernd.

Minze - erfrischend und belebend, befreit Nasen- und Atemwege und fördert das freie Atmen.

Zitronenmelisse - erfrischender Duft mit einer beruhigenden Wirkung.

Zitronengras, Anis Waldmeister und Brennessel - wohltuende Kräuter und gut bei Erkältung.


Viele dieser Kräuter und Pflanzen findet man im Garten oder auf Wiesen. Weitere Kräuter, die sich ebenfalls zum Befüllen der Kissen eignen: Thymian, Salbei, Blaue Malve und Himbeerblätter.

Herstellung von Kräuterkissen

Die Kräuter werden nach Möglichkeit einige Tage in der Sonne getrocknet und anschließend gut zerkleinert. Die Mischung kann auch mit Heu, Wolle, Dinkelspreu oder Hirse aufgefüllt werden. Es können, je nach Vorliebe, unterschiedliche Mischungen hergestellt werden.

  • Die Kräuter und Blüten sehr gut trocknen
  • Pflanzen- u. Blumenstiele entfernen (pieksen sonst)
  • Prüfen, ob man gegen ein Kraut allergisch reagiert
  • Zur Sicherheit das Kissen in einen weiteren Baumwollbezug stecken
  • Kneten und Schütteln des Kissens frischt und intensiviert den Geruch
  • Das Kissen nach einem Jahr erneuern.




Similia similibus curentur – Ähnliches durch Ähnliches heilen (Samuel Hahnemann)

Klassische Homöopathie

Das Jahr 1790: Der Arzt, Apotheker und Chemiker Samuel Hahnemann (1755-1843) arbeitet an einer Übersetzung der Materia medica,( von lat. materia = Stoff, Thema und medicus = heilsam, heilend). Das Werk des englischen Medizinprofessors William Cullen befasst sich mit der Wirkung der Chinarinde bei einer Malaria-Erkrankung. Die Erläuterungen Cullens sind ihm zu spekulativ, sein eigenes Wissen über diese Rinde zu gering. Er unternimmt einen Selbstversuch und stellt fest, dass sich wenige Stunden nach der Einnahme von Chinarinde die Symptome von Malaria einstellen. Er wiederholt das Experiment mehrmals mit dem gleichen Resultat und stellt damit die Weichen für die Lehre der klassischen Homöopathie. In den folgenden Jahrzehnten prüft und dokumentiert Hahnemann rund 100 verschiedene Arzneimittel.


Das Organon

1810 erscheint das „Organon“ (griechisch: das Werk), in dem Hahnemann die Gesetze und Prinzipien eines neuen und bis dato revolutionären Systems beschreibt. Er nennt es „Homöopathie“, abgeleitet von den griechischen Wörtern homoios und pathos (ähnlich und Leiden) und bezeichnet damit die Behandlung mit Mitteln, die bei Gesunden ähnliche Wirkungen hervorrufen, wie sie bei Kranken vorhanden sind (Ähnlichkeitsprinzip).


Ganzheitlichkeit

Die Erkenntnisse Hahnemanns haben weit reichende Konsequenzen: eine Trennung in körperliche oder seelische Erkrankungen ist undenkbar. Eine Heilung kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen erfolgen. So therapiert die Homöopathie nicht „Krankheiten“ sondern „kranke Menschen“, deren Krankheitssymptome nach Hahnemann in einem eigenen tiefen inneren und individuellen Zusammenhang stehen.


Wirkung

Homöopathische Mittel wirken, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und stärken. Voraussetzung sind eine gleichzeitig gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensführung. Die Homöopathie heilt nicht nur die rein körperlichen Symptome von Krankheiten, sondern betont gleichermaßen die Vorsorge und den individuellen Beitrag, den jeder Mensch zu seiner Heilung leisten kann.

Seit über 200 Jahren beschäftigen sich Ärzte, Heilpraktiker und Patientenvereinigungen mit der Homöopathie und verbreiten Hahnemanns Lehre. Die Klassische Homöopathie ist mittlerweile als alternative Therapieform in der Gesundheitspolitik anerkannt.

vgl. Homöopathischer Ratgeber: 200 Homöopathie: eine Würdigung Hahnemanns. - Lage & Roy. - Murnau: 1990
evgl. Vithoulkas, Georgos: Medizin der Zukunft. -Kassel: 1999