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Eukalyptus

Ingwer - die tolle knolle

Ingwer wird für seine antibakteriellen und immunstärkenden Eigenschaften geschätzt. Ingewerbonbons beispielsweise sind sehr beliebt, wenn man unter Übelkeit und Reisekrankheit leidet.

Die Heilpflanze wächst in warmen, feuchten Böden in tropischen und subtropischen Regionen - sie bildet grüne, schmale Blätter und blüht mit gelben bis purpurfarbenen orchideenartigen Blüten.

Gesundheitsfördernd sind jedoch nicht die Blüten, sondern die Wurzelknollen (Rhizome). Sie werden häufig bei Verdauerungsproblemen eingesetzt. Die Ingwerknolle selbst hat einen scharfen, armomatischen Geschmack und ist insbesondere in der asiatischen Küche eine beliebte Zutat.

Wohltuend in der Erkältungszeit als Tee zubereitet.


Wuchsart

Verbreitung

Anwendungsgebiete



Anwendung

Wirkung











Wurzelknolle

Südostasien

Erschöpfungszustände, Stärkung Immunsystem, Post Covid, Übelkeit, Reisekrankheit, Erkältungserkrankungen, Magen-Darm-Beschwerden


Tee, Shots, Tinktur, Wickel

stärkend, entzündungshemmend, wärmend, leicht schmerzlindernd, übelkeitshemmend, antibakteriell





Ingwertee-Rezept

Zutaten:

Stück frischer Ingwer (etwa 2-3 cm)

250 ml Wasser

Optional: Honig, Zitrone oder Zimt für zusätzlichen Geschmack

So wirds gemacht:

Den Ingwer schälen und in dünne Scheiben oder kleine Stücke schneiden - je dünner die Scheibe, desto intensiver der Geschmack. Den Ingwer mit kochendem Wasser übergießen. 5 - 10 Minuten ziehen lassen.

Den Tee nach Belieben mit etwas Honig süßen, einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen oder mit einer Prise Zimt verfeinern.

Zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankenheiten ist Ingwertee ideal.


Similia similibus curentur – Ähnliches durch Ähnliches heilen (Samuel Hahnemann)

Klassische Homöopathie

Das Jahr 1790: Der Arzt, Apotheker und Chemiker Samuel Hahnemann (1755-1843) arbeitet an einer Übersetzung der Materia medica,( von lat. materia = Stoff, Thema und medicus = heilsam, heilend). Das Werk des englischen Medizinprofessors William Cullen befasst sich mit der Wirkung der Chinarinde bei einer Malaria-Erkrankung. Die Erläuterungen Cullens sind ihm zu spekulativ, sein eigenes Wissen über diese Rinde zu gering. Er unternimmt einen Selbstversuch und stellt fest, dass sich wenige Stunden nach der Einnahme von Chinarinde die Symptome von Malaria einstellen. Er wiederholt das Experiment mehrmals mit dem gleichen Resultat und stellt damit die Weichen für die Lehre der klassischen Homöopathie. In den folgenden Jahrzehnten prüft und dokumentiert Hahnemann rund 100 verschiedene Arzneimittel.


Das Organon

1810 erscheint das „Organon“ (griechisch: das Werk), in dem Hahnemann die Gesetze und Prinzipien eines neuen und bis dato revolutionären Systems beschreibt. Er nennt es „Homöopathie“, abgeleitet von den griechischen Wörtern homoios und pathos (ähnlich und Leiden) und bezeichnet damit die Behandlung mit Mitteln, die bei Gesunden ähnliche Wirkungen hervorrufen, wie sie bei Kranken vorhanden sind (Ähnlichkeitsprinzip).


Ganzheitlichkeit

Die Erkenntnisse Hahnemanns haben weit reichende Konsequenzen: eine Trennung in körperliche oder seelische Erkrankungen ist undenkbar. Eine Heilung kann nur durch eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen erfolgen. So therapiert die Homöopathie nicht „Krankheiten“ sondern „kranke Menschen“, deren Krankheitssymptome nach Hahnemann in einem eigenen tiefen inneren und individuellen Zusammenhang stehen.


Wirkung

Homöopathische Mittel wirken, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und stärken. Voraussetzung sind eine gleichzeitig gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensführung. Die Homöopathie heilt nicht nur die rein körperlichen Symptome von Krankheiten, sondern betont gleichermaßen die Vorsorge und den individuellen Beitrag, den jeder Mensch zu seiner Heilung leisten kann.

Seit über 200 Jahren beschäftigen sich Ärzte, Heilpraktiker und Patientenvereinigungen mit der Homöopathie und verbreiten Hahnemanns Lehre. Die Klassische Homöopathie ist mittlerweile als alternative Therapieform in der Gesundheitspolitik anerkannt.

vgl. Homöopathischer Ratgeber: 200 Homöopathie: eine Würdigung Hahnemanns. - Lage & Roy. - Murnau: 1990
evgl. Vithoulkas, Georgos: Medizin der Zukunft. -Kassel: 1999